HerzHunde vermindert Stress

Ursache vieler Probleme ist die schon früh erlebte Überforderung im Alltag. Neben den ständig steigenden Lernanforderungen schon in der Grundschule kommt die enorme Belastung des Alltags durch Ganztagsschule und organisierte Freizeitgestaltung hinzu. Viele Kinder zwischen 5 und 10 Jahren fühlen sich täglich massiv überfordert.

Die mit dem Hund in Interaktion durchgeführten, lösbaren Aufgaben schaffen Selbstvertrauen und vermitteln Bestätigung, fördern Selbst- und Fremdwahrnehmung. Das angeleitete „spielen“ mit dem Hund vermindert nachweisbar Aggressionen und steigert die Konzentrationsfähigkeit. So werden Lernblockaden aufgelöst, Lernbereitschaft und Begeisterung aktiviert und Erfolgserlebnisse generiert, die sich auf andere Lebensbereiche transferieren lassen.

Kindergärten

Der Einsatz des MHTT in Kindergärten ist geprägt durch die gezielte und vom Hundeführer gelenkte Interaktion der Kinder mit dem Hund. In Kleingruppen von ca. 6 – 10 Kindern wird der sichere Umgang mit dem Hund erlernt. Unter dem Motto „Greifen ist Begreifen“ wird der beste Freund des Menschen als Lebewesen wahrgenommen dem mit Respekt und Rücksicht begegnet werden soll. Mit Spaß und im Spiel erlernen die Kinder schon im Alter von 3-6 Jahren die Hundesprache sicher zu verstehen. Sie gewinnen durch ihr Wissen Sicherheit im alltäglichen Umgang mit Hunden und schon vorhandene Ängste können sogar vollständig aufgelöst werden. Ein weiteres Ziel ist das Vermeiden von Unfällen oder traumatisierenden Erlebnissen mit Hunden. In kleinen Sequenzen werden notwendige Verhaltensweisen immer wieder neu eingeübt. Damit werden sie zu fest verankerten Mechanismen, die auch im „Ernstfall“ abrufbar sind.

Schulbegleitung und Nachmittags-AGs

Ein Hund im Schulunterricht schafft eine Atmosphäre von konzentrierter Kreativität. Der gezielte Einsatz eines speziell ausgebildeten Hundes hilft Kindern Lernblockaden zu überwinden, fördert die allgemeine Lernbereitschaft und verbreitet eine positive Grundstimmung. Ob direkt im Schulunterricht als Motivation beim Erlernen von Lernstoff oder als Ergänzung zum Sachunterricht ist die Arbeit mit dem Hund nicht nur eine Abwechslung des Alltages für die Schüler, sondern es werden soziale Kernkompetenzen gefordert und gefördert, die noch lange nach dem Besuch des Hundes positive Auswirkungen auf die Schüler zeigen.

In einer kursgebundenen Nachmittags-AGs steht das Thema „Hund“ im Mittelpunkt. Vom Hunde-ABC bis hin zum kleinen 1×1 des sicheren Umgehens mit dem Hund wird hier spielerisch und zum Begreifen  vermittelt, was die Bedürfnisse des Hundes sind und wie wir Menschen uns im Umgang mit dem Hund stets gefahrlos und souverän verhalten können. Neben dem erlernten Wissen über den Hund bringt der Kurs den Kindern zusätzlich Selbstvertrauen und und fördert Sozialkompetenzen wie z.B. Teamgeist und Rücksichtnahme.

Keine Angst vorm bösen Hund

Es passiert häufig und meist schon in frühen Kindertagen, dass es zu negativen Erfahrungen oder sogar gefährlichen Unfällen mit Hunden aller Größenordnung kommen kann. Zurück bleibt eine lebenslange Abneigung oder sogar traumatische Angst, die eine unbelastete Begegnung mit einem Hund unmöglich macht. In Einzelbetreuung arbeitet das MHTT gezielt am Auflösen der Ängste. Dabei ist es unerheblich, mit welcher Hunderasse oder welchem Hundetyp der Mensch schlechte Erfahrungen gemacht hat, denn das Ziel der Arbeit ist ein wissensbasierter, sicherer Umgang mit dem Lebewesen Hund.

Besondere Lerngruppen

Sogenannte Wahrnehmungsstörungen verbreiten sich mit rasanter Geschwindigkeit im Schulalltag. In den Zeiten von behördlich auferlegter Inklusion stehen die Lehrer, Sonder- und Sozialpädagogen vor der enormen Herausforderung eine gezielte Förderung und Forderung der unterschiedlichsten Temperamente in einer wachsenden multikulturellen Kinderschar zu vereinheitlichen. Immer mehr Kinder fallen schon sehr früh aus dem Raster der Norm. Das MHTT kann hier helfen in Kleinstgruppen sehr gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder fördernd einzugehen. Das Ziel der Arbeit ist die Steigerung der meist sehr niedrigen Frustrationsschwelle, das Verringern der Auto- und Fremdaggression, das Steigern der Selbstwahrnehmung und des Selbstvertrauens, sowie das Erleben einer respektvollen Teamarbeit. Durch stetiges Üben werden positive Verhaltensmuster etabliert und das Einfügen in eine reglementierte Gesellschaft wird erleichtert.